top of page

Unterricht nach den Ferien: 5 typische Herausforderungen 🏫 🫠 & was wirklich hilft

Nach den Ferien fühlt sich der Schulalltag oft anders an als vorher.


Viele Schüler*innen kommen mit einem großen Mitteilungsbedürfnis zurück. Sie haben viel erlebt, möchten erzählen und bringen gleichzeitig viel Energie mit in den Klassenraum. Routinen, die vorher gut funktioniert haben, greifen oft noch nicht wieder selbstverständlich.


Typische Situationen nach den Ferien sind deshalb:


  • viele wollen gleichzeitig erzählen – manche gar nicht

  • Absprachen wirken plötzlich unklar

  • das Zuhören fällt schwerer

  • die Dynamik in der Klasse hat sich verändert


👉 Das ist kein Rückschritt. Es ist ein ganz normaler Übergang. 


Im Folgenden findest du 5 typische Herausforderungen und konkrete Ideen, was im Unterricht wirklich helfen kann. (Direkt zum kostenlosen Mini-Guide / PDF)



Zu den 5 typischen Problemen (und Lösungen) im Unterricht nach den Ferien:


🗣 1. Alle wollen erzählen und es wird schnell unruhig


Nach den Ferien ist das Bedürfnis, Erlebtes zu teilen, besonders groß. Viele Schüler*innen möchten berichten, was sie erlebt haben. (Einigen fällt es gerade in so großer Runde aber auch extrem schwer. Ferien sind nicht pauschal für alle Schüler*innen toll!) Im klassischen Erzählkreis führt das jedoch oft zu langen Wartezeiten.


Während eine Person spricht, warten viele andere und genau dadurch entsteht Unruhe.


Hilfreich ist es, das Erzählen im Unterricht nach den Ferien anders zu strukturieren:


  • Austausch in kleineren Gruppen oder mit (wechselnden) Partner*innen

  • klar strukturierte Gesprächsformate

  • aktivierende Methoden und Variation der Zugänge


👉 Beteiligung entsteht, wenn viele gleichzeitig ins Sprechen kommen – nicht nur eine Person. 


Passende Ideen dafür sind zum Beispiel:


Einen Blogpost & Instapost speziell zu diesem Thema findest du auch hier:


⚡2. Konflikte nehmen zu


Nach einer Pause müssen sich Beziehungen oft erst wieder neu sortieren. Unsicherheiten zeigen sich schneller im Verhalten und Missverständnisse entstehen leichter.


Das führt dazu, dass Konflikte nach den Ferien häufiger auftreten.


Hilfreich ist hier vor allem ein klarer und strukturierter Umgang:


👉 Konflikte sind keine Störung. Sie gehören zum sozialen Lernen dazu. Dieses Mindset hilft im Alltag enorm. Auch toll: Streitregeln und mehr zum Thema Streit.


Unterstützend können Materialien wie Gesprächsleitkarten, Reflexionsimpulse oder Karten zur Konfliktklärung eingesetzt werden.


🫲🫱 3. Das „Wir-Gefühl“ ist geschwächt


Nach den Ferien fühlt sich die Klassengemeinschaft oft weniger stabil an. Verbindungen müssen sich erst wieder festigen und die Dynamik in der Klasse ist manchmal eine andere als vorher.


Auch das ist völlig normal.


👉 Gemeinschaft entsteht nicht von allein, sondern im gemeinsamen Tun. 


Hilfreich sind deshalb bewusst gestaltete Situationen, in denen Schüler*innen wieder positive gemeinsame Erfahrungen machen:


  • gemeinsame Aufgaben mit sichtbaren Ergebnissen / z.B. Koop-Bilder

  • Reflexion über gelingendes Miteinander

  • bewusst gestaltete Kooperationsmomente


Zum Beispiel können gemeinsame Klassenprojekte oder große Gemeinschaftsbilder dabei helfen, das Wir-Gefühl wieder zu stärken.



🙋 4. Regeln und Absprachen wirken plötzlich „vergessen“


Ein weiterer typischer Effekt nach den Ferien:

Bekannte Regeln und Absprachen sind nicht mehr so präsent oder werden weniger beachtet.


Das kann sich schnell frustrierend anfühlen – gehört aber ebenfalls zum Übergang dazu.


Hilfreich ist es, hier bewusst Klarheit zu schaffen:


  • Regeln / Absprachen sichtbar machen

  • klare, einfache Formulierungen

  • positives Verhalten gezielt benennen


👉 Orientierung entsteht durch Klarheit – und nach den Ferien vor allem durch Wiederholung. 


Visuelle Erinnerungshilfen, Poster oder Karten können dabei unterstützen, Absprachen wieder präsenter zu machen. Mein Lieblingstipp: wertschätzende Absprachen für das soziale Miteinander. Oder direkt hier im passenden Sparpaket ⤵️



✨ 5. Positives Verhalten geht unter


Nach den Ferien richtet sich der Blick oft automatisch auf das, was nicht funktioniert. Störungen fallen sofort auf – gelungene Situationen werden dagegen schnell übersehen.


Das Problem dabei:

👉 Verhalten, das Aufmerksamkeit bekommt, tritt häufiger auf.


Deshalb lohnt es sich, den Fokus bewusst zu verändern.


Hilfreich ist:

  • positives Verhalten bewusst hervorheben

  • kleine Fortschritte sichtbar machen

  • gemeinsame Sichtbarkeit schaffen


Zum Beispiel durch:

  • eine „Wand der guten Taten“ (einfach auf doodleteacher.de suchen)

  • eine „Geschafft-Wand“, auf der gelungene Momente gesammelt werden


👉 Worauf wir achten, beeinflusst nicht nur unsere Wahrnehmung, sondern auch das Verhalten der Schüler*innen. 


Ergänzend können Formate wie eine „Warme Dusche“, Komplimente oder Feedback-Impulse eingesetzt werden.


🎯 Fazit: Der Wiedereinstieg ist ein Prozess


Der Start nach den Ferien muss nicht sofort reibungslos funktionieren.


Viele der beschriebenen Situationen sind ganz normal und Teil eines Übergangs. Mit klaren Strukturen, bewusster Sprache und kleinen, gezielten Impulsen lässt sich der Unterricht Schritt für Schritt wieder stabilisieren.


👉 Es sind oft nicht die großen Veränderungen, sondern die kleinen, die im Alltag den Unterschied machen. 


🔗 Kostenloser Mini-Guide & passende Materialien

Wenn du die Inhalte kompakt auf einen Blick haben möchtest:


👉 Hier findest du den kostenlosen Mini-Guide mit allen 5 Herausforderungen + Lösungen: Herausforderungen nach den Ferien Osterferien / Klassenlehrer



Zusätzlich findest du passende Materialien für den Unterricht, zum Beispiel:

  • fertige Erzählformate & Austauschideen

  • Karten für Konfliktklärung & Wiedergutmachung

  • Materialien zur Stärkung der Klassengemeinschaft

  • Poster & Schilder für Regeln und Absprachen

  • Reflexions- und Feedbackmaterialien


👉 Alle Materialien speziell für nach den Osterferien findest du hier:


 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page